Javascript ist Toll!

3. August 2008 - 12:02

aufpassen bei 1&1

Schon wieder etwas, was nicht mit Javascript zu tun hat. Aber ein Blog bietet sich ja auch an, um Frust über Firmen loszuwerden. Diesmal ist mein Problem 1&1 bei denen ich seit 05/2005 DSL Kunde bin. Als ich letztens mal in deren Angeboten gestöbert habe, fiel mir auf, dass ich für meinen Anschluss 1&1 DSL Deutschland FLAT viel zuviel, im Vergleich zu den aktuellen Angeboten zahlen muss. Nun wollte ich den Vertrag kündigen und durfte die Bekanntschaft mit deren Umgang mit Kunden machen.

Das Paket kostet mich insgesamt 30,76 €, das aktuelle 1&1 Surf-FLAT 2000 nur 19,99 €. Auf meine telefonische Anfrage teilte mir 1&1 mit, ich könnte nur auf das gleichteure Paket, mit DSL 6000 upgraden. Netter Service, dachte ich mir und will nun kündigen. Nun fingen die Probleme an.

Eine AGB ist eine AGB

Auf meine schriftliche Kündigung am 14.7. kam als Antwort eine E-Mail, mit dem Hinweis, dass der Vertrag zum 13.5.2009 endet!?

Es wurde Zeit für mich mich einmal mit den AGBs zu beschäftigen. Ich wußte, dass die Laufzeit 2 Jahre war, die aber bereits letztes Jahr abgelaufen sind. Über die Kündigungsfristen allgemein bei 1&1, hatte ich mir bis dato noch keine Gedanken gemacht. Ein Fehler, wie sich nun herausstellt. Denn 1&1 hat mittlerweile Kündigungsfristen in ihren AGBs, die eine absolute Zumutung sind. Im Anhang liste ich ein paar Internetseiten auf, die ich zum Thema gefunden habe. Dort wird deutlich, welche Methoden 1&1 anwendet. Aber zuerst mal die Faktenlage. Aktuell (Stand 07/2008) steht in der AGB folgender Kündigungsparagraf:

5.3.

Ist der Vertrag auf bestimmte Zeit geschlossen oder wurde mit dem Kunden eine Mindestvertragslaufzeit vereinbart, so verlängert sich der Vertrag jeweils um die vereinbarte Zeit oder Mindestlaufzeit, höchstens aber um ein Jahr, wenn er nicht mit einer Frist von zwei Monaten zum jeweiligen Ablauf der bestimmten Zeit oder Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gekündigt wird. Dies gilt vorbehaltlich anderweitiger Regelungen mit dem Kunden, insbesondere in den Besonderen Bedingungen.

D.h. die aktuelle AGB sagen, dass sich der Vertrag stillschweigend um ein Jahr verlängert, wenn man nicht mindestens 2 Monate vorher kündigt!!!

Soweit so schlecht. Nun habe ich aber glücklicherweise die AGBs, die meinem Vertrag beilagen aufgehoben (es sind zwei) und deren Inhalt ist ein Anderer.

Allgemeine Geschäftsbedingung für den 1&1 DSL Anschluss (Stand 01/2005)

§8. Kündigung

8.1
Der Vertrag wird, falls nicht anderes vereinbart ist, auf unbestimmte Zeit geschlossen und ist r beide Vertragspartner mit einer Frist von 2 Monaten zum Monatsende ordentlich kündbar. Ist ein Vertrag auf bestimmte Zeit geschlossen [.... der Rest ist unrelevant für die Fragestellung ...]

Allgemeine Geschäftsbedingung für 1&1 Internet zugänge (Stand 04/2005)

§7.3 Ist der Vertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen, kann das Vertragsverhältniss ohne Angabe von Gründen von 1&1 mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende, vom Kunden mit einer Frist von zwei Monatewn zum Monatsende gekündigt werden.

Ich habe also zwei AGB Versionen, die beide von zwei Monaten Kündigungsfrist sprechen. Aber 1&1 ist natürlich nicht in der Lage, ihre vielen Versionen der AGB ihren Angestellten zu erklären. So habe ich am 29.7. ein Schreiben erhalten, in dem auf die aktuell Gültigen hingewiesen werden und meiner Kündigung widersprochen wurde.

Wie 1&1 weiter reagieren wird und welche Erfahrungen andere mit dieser Firma gemacht haben, konnte ich dann im Verlauf der Recherchen im Internet nachlesen. Ich habe hier mal ein paar Fundstellen zusammengetragen, die sich mit der Problematik beschäftigen und deutlich zeigen, wie mit Kunden bei 1&1 umgegangen wird. Ich habe Seinerzeit, beim Wechsel von der Telekom zu 1&1, auch schon Probleme gehabt, aber das ist kein Vergleich zu dieser Dreistigkeit, die sich 1&1 hier leistet.
Amüsant wird die Sache, wenn man darüber hinaus bedenkt, dass ich nie vor hatte den Vertrag zu kündigen, da ich bisher durchaus zufrieden war. Aber Altkunden 10 € im Monat Mehrkosten aufzubrummen, ohne ihnen die Möglichkeit des günstigeren Angebotes zu geben, kann ich mir nicht leisten.

Zumal es mal eine Phase gab, wo 1&1 in ihrer Werbung sogar von einer "Preisgarantie" sprach:
Best Preis Garantie)

Erfahrungsberichte von anderen 1&1 Kunden

Update: Ich habe mittlerweile die Artikelüberschrift abgemildert, denn 1&1 haben tatsächlich, nachdem ich ihnen ihre alten AGBs geschickt hatte, mir den Anschluss zum 1.10. gekündigt. Durch das ganze hin und her, habe ich jetzt aber versäumt rechtzeitig einen neuen Anschluss bei einem anderen Anbieter zu bestellen, so dass ich nun die lustige Erfahrung mache wie das Internet sich im Jahre 2008 mit einem 56k Modem anfühlt. Aber gut das das überhaupt geht, bei einem komplett DSL Anschluss ohne Telekomanschluss, würde ich zwar billiger weg kommen, aber jeder Wechsel bedeutet, dass es eine Internetlose Zeit gäbe und das wäre wirklich schlimm ;)

Update (1.12.2008): Jaja, man ist nie alleine. Da muss ich feststellen, dass bei mir alles noch relativ glatt und glimpflich abgelaufen ist.

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Comments (7)
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7 Kommentare

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Seiten:

1. Comment von: Rand
6. August 2008: 23:21

Jaja.. das leidige 1&1 Problem. Ich habe mich mehr als einmal über diese Leute geärgert. Dummeweise sind sie die einzigen, die mir DSL (wenn auch nur 384 kbit/s) bieten können.
Jedenfalls fand ich 1&1 sogar mal gut, war sogar Profiseller für die. Ich hatte damals ISDN bei denen bezogen und war heilfroh als ich endlich DSl nutzen konnte, habe auch gleich telefonisch gewechselt.
Aber was ist passiert? Plötzlich sollte ich ISDN-Flatrate und DSL-Flarate bezahlen. Angeblich hätte ich einen neuen Vertrag abgeschlossen, Kündigung sei erst nach 2 Jahren möglich. Ich habe erklärt, dass ich am Telefon sogar meine Kundendaten angegeben habe, um zu WECHSELN. Man sagte mir darauf nur, so etwas ginge telefonisch gar nicht. Aha!?!
Nach viel Streit Sperrung und letztendlicher Entschuldigung durch 1&1 ging es dann doch.
Das nächste Problem war dann dass die nicht in der Lag waren mir das gewünschte Endgerät (nicht mal gegen Aufpreis) liefern konnten, weshalb ich mein komplettes Netzwerk umbauen musste.
Aberdass ich kein Einzelfall bin, habe ich durch meine Tätigkeit als Profiseller für 1&1 erfahren. Und ich habe eins gelernt. Absprachen sind völlig sinlos, da sich niemand an irgendwas erinnern kann. So sollte beispielsweise einer meiner Kunden, der ein Komplettangebot nutzen wollte, aber noch einen Anschluss hatte, erst bei der Telekom einen Vertrag machen, um dann die Gebühren von dort bei 1&1 gutgeschrieben zu bekommen. Alles schriftlich per EMail festgehalten, aber zum Schluss saßen die doch am längeren Hebel und haben alles ignoriert.
Ich hätte noch zahlreiche solcher Beispiele, aber das wird Abendfüllend.
Am schlimmsten ist aber dieses ständig überlastete Call Center. Man kommt einfach nicht durch, und wenn doch mal irgendwann nach Stunden, dann ist man entweder falsch oder man bekommt keine Hilfe.
Das Unternehmen ist halt nur für die Standardkunden nach Schema F gut. Wer etwas von der Norm abweicht, bekommt bald die Grenzen des Möglichen zu spüren.

2. Comment von: Struppi
6. August 2008: 23:48

Danke für den Bericht!

Ich weiß auch noch nicht wie es bei mir ausgeht, aber es ist schon interessant wenn man nach “1&1 nie wieder!” googled wieviele Ergebnisse man bekommt, die von ähnlichen Erfahrungen berichten und früher hat man sich über die die Schnarchnasen von der Telekom beschwert, die waren aber noch Gold dagegen.

3. Comment von: Ralf
27. August 2008: 19:22

Ich hatte genau das selbe Problem mit Google.

4. Comment von: Ralf
27. August 2008: 19:23

Natürlich nicht mit Google sondern mit Freenet! :D

5. Comment von: Tobi
14. November 2008: 1:23

Das beschriebene kommt mir verteufelt bekannt vor, nur bei mir ist es Arcor. Von Service haben sie anscheinend keine Ahnung bzw. wollen einfach nicht.

Ich habe als Bestandkunde auch keine Chance auf den günstigeren Preis, und mein Vertrag läuft noch bis Mitte 2009 :(

Das Verhalten mit den günstigeren Tarifen trifft nicht nur auf Telekommunikationsunternehmen zu. Schau einfach mal bei z.B. Deiner KfZ-Versicherung nach. Jedes Jahr gibts bei mir das gleiche Spiel: Kündigen und beim gleichen Verein wieder neu anfangen. Genau so muss man das mit dem Telefonanschluss wohl auch machen.

6. Comment von: dbl
23. January 2009: 8:12

Man sollte öfters mal nachschauen und in der Regel muss 1und1 seine Kunden schriftlich über eine Änderung der AGB informieren.

Wenn diesen binnen 4 Wochen kein Widerspruch erfolgt gilt die neue AGB ohne weitere Rechtlichkeiten als akzeptiert.

Wie der Zeitraum für Preisänderungen ist, weiß ich leider nicht. Aber es könnte gleich sein.

7. Comment von: Eithoff
26. July 2009: 20:14

Ich hab mir die obrigen Probleme grad durchgelesen und kann mich den Vorredner eigentlich nur Anschließen was meine Zufriedenheit mit 1&1 betrifft.

Bin seit ca. 3 Jahren Kunde und habe seit diesem Zeitraum Probleme mit Synchronisationsabbrüchen, seither rufe ich fast regelmässif (mind. 1 x monatlich an) um eine Störungsmeldung aufzugeben. Das ergebniss ist allerdings sehr Ernüchternd, denn der versprochene Techniker war in den 3 Jahren nicht einmal da, sondern meldete sich immer per SMS mit der Mail die Störung wäre behoben. Ist sie aber nicht :D

Habe mich nun dazu entscheiden am Montag rechtliche Schritte einzuleiten. Ich kann jedem nur Raten diesen “Verein” so weit wie möglich zu meiden, solange man nix hat kann man zufrieden sein, aber Gnade einem Gott wenn man ein Problem hat, dann ist 1&1 schlichtweg überfordert oder Ihnorant genug um diese Tatsachen einfach zu ignorieren.

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